
Deutscher Pudel-Klub, BG Frankfurt

Die Pudelpflege
Die Pudelpflege ist vielseitig und muss regelmäßig durchgeführt werden. Die einzelnen Tätigkeiten möchten wir Ihnen auf dieser Seite näher bringen und Sie mit Informationen und Tipps unterstützen.
1. Haarkleid bürsten und kämmen
Das Bürsten und Kämmen des Haarkleides ist unerlässlich, denn es verhindert das Verfilzen. Es sollte täglich erfolgen, zumindest aber 2-3 mal in der Woche. Dabei muss man sich etwas Zeit nehmen und darf auch schwerer zugängliche Stellen nicht vergessen, denn täglich schnell und oberflächlich gemacht ist schlechter als 2-3 mal gründlich.
Den Hund auf eine rutschfeste Unterlage stellen oder legen und dann mit einer Pudelbürste bis auf den Haaransatz bürsten. Gebürstet wird gegen den Strich zunächst die Rücken- und Schulterpartie, dann die beiden Seitenpartien und zuletzt die Beine, der Schwanz und die Krone. Dabei das Haar scheiteln und immer nur kleine Partien bürsten, um ein rupfen und zerren zu vermeiden.
Anschließend den Hund mit einem Pudelkamm mit dem Strich kämmen. Wenn gründlich gebürstet wurde, sollten jetzt keine Knötchen und Verfilzungen zu finden sein. Wenn doch, diese vorsichtig lösen.
Welpen sollten schon frühzeitig mit diesen Tätigkeiten vertraut gemacht werden, denn je später man anfängt, desto eher sträubt sich der Hund dagegen.
2. Scheren
Etwa ab der 12. Woche sollte das Babyhaar regelmäßig gekürzt werden, etwa ab dem 5. Monat erfolgt die richtige Schur, die je nach Beschaffenheit des Haarkleides alle 4-8 Wochen bedi einem Hundefrisör (Groomer) notwendig ist. Es ist vorteilhaft, den Hund frühzeitig an das Geräusch eines Blowers, eines Föhns und einer Schermaschine zu gewöhnen.
3. Baden
Nicht nur vor der Schur wird der Hunde gebadet. Dabei Watte/Wattepads in die Ohren stecken, damit kein Wasser in den Gehörgang kommt. Den Hund in der Wanne auf eine rutschfeste Matte stellen, die den Abfluss nicht verdecken darf. Erst dann den Pudel mit lauwarmem Wasser abbrausen. Den Brausestrahl dabei nicht direkt auf die Schnauze, die Nase oder die Augen richten.
Das Haar mit lauwarmem Wasser 2x mit Hundeshampoo waschen. Dann lange und gut ausspülen, eventuell mit Conditioner behandeln und wieder ausspülen, bis aus dem Fell klares Wasser kommt. Das Haar gut ausdrücken und von den Körperteilen das Wasser abstreifen. Hat sich der Hund noch in der Wanne die Nässe gut ausgeschüttelt, ein Badetuch überlegen und ihn auf einen Tisch stellen. Die Watte aus den Ohren nehmen und gut abtrocknen, ggf. unter ständigem Bürsten trocken föhnen.
4. Augen reinigen
Die Augen des Pudels liegen viel niedriger als die des Menschen und sind somit weitaus stärker Staub, Dreck und Abgasen ausgesetzt. Deshalb muss sorgsam geprüft werden, ob Ausfluss vorhanden ist. Wenn ja, den Ausfluss mit einem feuchten Wattebausch oder weichen Tuch (in Augenwasser getränkt, ist in jedem Zoogeschäften erhältlich) vorsichtig die Augen reinigen.
5. Zähne reinigen
Wesentlicher Zweck der Zahnreinigung ist es, dem Entstehen von Zahnstein vorzubeugen. Zahnstein kann zu vorzeitigem Zahnausfall führen und zudem Mundgeruch verursachen. Deshalb muss das Gebiss eines Hundes in relativ kurzen Abständen regelmäßig überprüft und gereinigt werden. Die Zähne mit einer weichen Zahnbürste, befeuchtet mit Schlemmkreide, Hundezahnpasta oder Zitronensaft, putzen.
Hat sich Zahnstein gebildet, ist dieser zu entfernen. Bei hartnäckigen Verkrustungen oder sehr festem Zahnstein muss der Zahnstein vom Tierarzt entfernt werden.
Eine detaillierte Beschreibung finden Sie hier.
6. Ohren reinigen
Pudel haben die Gehörgänge verdeckende Hängeohren. So schön diese sind, sie haben den Nachteil, dass die Ohren schlecht ausdünsten können, sich Dreck darinnen sammelt und sich sehr schnell Ohrenschmalz bildet. Das führt häufig zu Entzündungen, die am ständigen Schütteln des Kopfes und / oder Kratzen am Ohr zu erkennen sind.
Zur Vorbeugung müssen die Ohren regelmäßig –das bedeutet hier mindestens 1x die Woche - überprüft und gereinigt werden, zudem sind die Ohrhaare zu zupfen und lose Haare zu entfernen.
Gereinigt werden die Ohren mit einem Wattepad oder um den Zeigefinger gewickelter Gaze, beides getränkt mit einem im Zoofachgeschäft erhältlichen Ohrreinigungmittel. Bei stark gerötetem Ohr ist der Tierarzt zu konsultieren.
Beim Entfernen der Ohrhaare darauf achten, dass Gehörgang und Ohr nicht verletzt werden. Ist der Hund an das Ohrhaar zupfen noch nicht gewöhnt oder sind sehr viele Haare im Ohr, nicht zu viele Haare auf einmal zupfen, sondern Stück für Stück die Haare entfernen, manchmal auch in mehreren Schritten.
Gezupft werden können die Ohrhaare mit den Fingern oder speziellen Rupfklemmen. Einzelne Haare greifen, gut festhalten und mit einem kurzen Ruck ganz einfach entfernen. Generell nie zu tief mit der Rupfklemme in den Gehörgang gehen, nur so tief wie man auch hineinsehen kann
Eine detaillierte Beschreibung finden Sie hier.
7. Krallen schneiden
Die Krallen wachsen wie bei uns Menschen die Fingernägel. Da sie sich in der heutigen Zeit in der Regel nicht ausreichend abnutzen, müssen sie von Zeit zu Zeit nachgeschnitten werden. Das kann der Besitzer selbst tun oder beim Tierarzt oder im Hundeschersalon machen lassen.
Die Krallen werden mit einer Spezialzange gekürzt. Aber Achtung: In der Kralle verlaufen Nerven und Blutgefäße, diese sollten nicht angeschnitten werden. Ist das passiert, die verletzte Kralle in ein Stück weiche Kernseife drücken oder mit einem Alaunstift behandeln und warten, bis die Blutung aufhört. Danach die verletzte Kralle etwas schützen, z.B. durch eine Hundesocke.
Je regelmäßiger die Krallen geschnitten werden, desto einfacher wird die Prozedur.
8. Analdrüsen
In der Regel, aber nicht immer regulieren sich die Analdrüsen (Afterdrüsen) beim Kotabsatz von selbst. Geschieht dies nicht, muss die Drüse häufiger ausgedrückt werden, was regelmäßig beim Tierarzt, eventuell auch beim Hundefrisör zu überprüfen ist. Bei Nichtbeachtung können Entzündungen die Folge sein. Ein Hinweis ist auf eine volle Analdrüse ist, dass sich der Hund auf die Erde setzt und mit dem Gesäss über den Boden rutscht.





